Die Eckkneipe von heute…
… ist auch nicht mehr so wie früher. Gerade habe ich einen Artikel “aussm Pott” dazu gelesen – treffender kann man es nicht ausdrücken.
In diesem Sinne – schönes Wochenende!
Der Chip im Kochmesser…
…soll künftig für lückenlose Hygiene-Dokumentation sorgen. Bereits 2012/2011 hat der Fleischverarbeiter Tönnies gemeinsam mit dem Messer-Hersteller F. Dick ein Projekt durchgeführt, in dem Messer mit implantierten RFID Chips benutzt wurden (http://prozeus.de/prozeus/praxis/dick/).
Jetzt sollen die Messer in Serie gehen – gerade Systemer wie McD und auch GV-Küchen haben ausgeprägtes Interesse an der lückenlosen Dokumentation.
So soll z.B. ausgelesen werden können, wann welches Messer von wem benutzt, gereinigt, etc. wurde.
Ich find’s gut! Frage mich allerdings nur, ob ich dafür meine 20 Jahre alten Dick-Messer hergeben würde, die ja noch scharf sind
Wahrscheinlich erst auf nachdrücklichen Zwang.
INTERNORGA
Mal abgesehen davon, dass im Hamburger Land “Stint-Saison” ist und allein das schon eine Reise wert ist – die INTERNORGA war obendrein.
Nach anfänglich zwei “schwächelnden” Tagen wurde es ab Sonntag dann doch richtig voll. Ich habe mal einige Messebesucher gefragt, warum sie denn da seien: Von “Och, nur mal sehen, hab ja alles” bis hin zu “Wollte mir eine neue Außenbestuhlung aussuchen” war alles vertreten.
Mein Favorit dieses Jahr: Ein Zungenbrecher namens “Livecookintable”. Ich mag den modularen Aufbau, der die Möglichkeit gibt, an-, um- und auszubauen!
Meine Pfanne kann sprechen…
…zumindest hab ich das gedacht, als ich mir mal wieder eine spannende Technik anschauen durfte. Aber mal im Ernst: Ich fand’s echt cool – Du legst deine Steaks in die Pfanne, steckst in eines davon einen Kerntemperaturfühler hinein und schaust dann, ob dein Fischfond, deine Velouté oder was auch immer das macht, was du willst.
Wenn’s piept – auf zur Pfanne und dein Gerät sagt dir, was du tun musst. Wenden, rausnehmen, was auch immer. Funktioniert auch mit Goulasch. Kein Danebenstehen mehr.
Früher haben wir Azubis und Commis’ dafür abgestellt… Spannend!
Küche zu klein?
Werde nachher mal eine Frima Vorführung anschauen, nachdem ich gesehen habe, dass das auch für kleine Küchen gut passen soll und nicht nur für Gemeinschaftsverpfleger. Bin gespannt – und halte Sie auf dem Laufenden.
Intergastra – erste Eindrücke…
War heute auf der Messe in Stuttgart und bin wieder einmal überrascht, wie viele Gastro-Menschen den Sonntag investieren, um sich zu informieren.
Neuheiten? Nicht viel – aber deutliche Produktverbesserungen sind gerade bei den thermischen Geräten erkennbar. Grün ist in – und damit das Thema Energie-Effizienz.
Ach ja – ein fleischfreies Schnitzel gab’s kostenlos dazu, die Schnitzelmasse aus Milch und Getreide… Wer’s mag
Freue mich auch, dass der DEHOGA seinen riesigen Stand gut und professionell füllt – vom staubigen Image nichts mehr zu spüren.
Messen ante portas
Die Messesaison ist in vollem Gange – und mit ihr auch die beiden großen Leitmessen für uns.
Am 11.2. startet die INTERGASTRA in Stuttgart – vor allem für Individual-Gastronomen offenbar ein Magnet. Im März kommt die INTERNORGA in Hamburg.
Mein Tipp: Zugfahren. Morgens hin, abends zurück. Und Hörbuch mitnehmen
Suppenbars – Dauerläufer oder Eintagsfliegen?
Habe wie die meisten von uns mitbekommen, dass es seit 2000 einen Boom der Suppenbars auch in Deutschland gegeben hat.
Die Rede war von Franchise-Systemen, die rasch wachsen sollten (gibt’s noch eines?) und von einer schönen Nische im Markt.
Klar, kann ja auch (fast) jeder machen.
Frage mich gerade, warum so viele Konzepte wieder vom Markt verschwunden sind? Zu heiße Sommer? Überlege gerade, ob man nicht eine Kooperation mit einer Eisdiele macht – und Saisongeschäft wagt
Fakt scheint jedoch zu sein: Die Markteintrittsbarrieren sind niedrig, weil Suppenbars häufig “Aufwärmgeschäft” sind und man die Suppen überall kaufen kann. Aber – wer nichts wird, wird auch nicht Wirt. Und branchenfremde scheinen oft zwar die besseren Ideen zu haben aber oft auch nicht das fachliche Wissen, (Schnell-)Gastronomie erfolgreich zu machen.
Was ist rot und schäumt im Mixer?
Keine Frangfrage, im Gegenteil. Für sein Werk “Modernist Cuisine” hat der Autor auch nicht davor zurückgeschreckt, Rotwein zu mixen, um im mehr Gelegenheit zum Atmen zu geben.
Verblüffendes Ergebnis: Fast alle getesteten Rotweine haben durch diesen (zugegeben brutal klingenden) Vorgang deutlich gewonnen – noch mehr als mit herkömmlichen Dekantier- und Ventilier-Methoden.
Seien Sie nicht überrascht, wenn das nächste Mal ein Gast einen 2009er Chianti aus dem Mixer bestellt – machen Sie ihm einfach die Freude, denn er weiß, was er tut
Psssst… bitte weitersagen!
Bin grade mal wieder auf etwas gestoßen, was sich so schön positiv abhebt von den ganzen “Meckerseiten” im Netz.
Jeder von uns weiss, dass sich schlechte Nachrichten schneller verbreiten als gute – und dass Meckern mehr Aufmerksamkeit bringt als eine gute Empfehlung.
Um so schöner finde ich die Idee, eine Seite zu bauen, bei der ich meinen Freunden das empfehlen kann, was ich selbst gut finde: www.finest4friends.de
Der Name scheint Programm. Verrisse gibts hier nicht (die Welt ist ja so schon schlecht genug).
Macht auch mal Spaß, nur gute Nachrichten zu lesen
